PROGRAMM 2026

KLANGINSTALLATIONEN
3. - 8. November

3.11. 19:00

Bürgerpark Munderkingen

Eintritt frei

Eröffnung der zweiten Ausgabe der FEST:Spiele Oberschwaben durch die Aktivierung des Klanginstallationsprojekts FLOATING SOUNDS – Musik im Fluss.

Bestärkt vom Eindruck, dass es in der Region möglich ist, mit musikalischen Interventionen ein neues, relevantes Kulturprogramm zu etablieren, möchten wir mit FLOATING SOUNDS – MUSIK IM FLUSS neue künstlerische Wege mit Klanginstallationen und einem breiten Partizipationsangebot gehen. Das Projekt verbindet musikalische Qualität auf höchstem Niveau mit niedrigschwelligen Zugängen für alle Bevölkerungsschichten.

Im Mittelpunkt stehen dabei zwei Artists in Residence, die mit ihren unterschiedlichen künstlerischen Ansätzen neue Begegnungen mit Klang ermöglichen. Sabine Vogel und Alex Nowitz verbindet das Interesse, Musik aus ihren gewohnten Präsentationsformen zu lösen und sie unmittelbar mit den Menschen und den Orten der Region zu verbinden. Während Sabine Vogel gemeinsam mit den Teilnehmer:innen Klang entstehen lässt und den öffentlichen Raum als Hörraum erkundet, schafft Alex Nowitz eine immersive Installation, in der Architektur und Klang miteinander verschmelzen.

FLOATING SOUNDS versteht sich damit als Einladung, die Region neu zu hören: im gemeinsamen Musizieren, im bewussten Lauschen und in der Begegnung mit zeitgenössischer Klangkunst. Musik wird zum verbindenden Element zwischen Künstler:innen, Amateurmusiker:innen, Publikum und den besonderen Orten Oberschwabens.

BESETZUNG:

Susanne Fröhlich, Meinrad Kneer, Alex Nowitz, Marc Sinan, Sabine Vogel

Live Performances & Klanginstallationen

12:00 - 18:00

Bürgerpark Munderkingen

Eintritt frei

Mit Seven Spirits komponiert Marc Sinan Musik für sieben Hörner. Darin begegnen uns die sieben Geister aus Lord Byrons Manfred in einer zeitgenössischen Lesart. Byrons Figur Manfred verzweifelt – ähnlich wie Goethes Faust – an der Unfähigkeit, die Welt in ihrer ganzen Komplexität zu begreifen. In seiner Sehnsucht nach einer naiven Unschuld ruft er sieben Geister an, die ihn von der Last des Wissens befreien sollen.

Marc Sinan liest Byrons Text neu und verschränkt ihn mit der fiktionalisierten Biografie seiner eigenen Familie. So wird Seven Spirits zu einer musikalischen Reflexion über Erinnerung, Wissen und den Wunsch zu vergessen – und über die Frage, wie wir mit einer Welt umgehen, die sich unserer vollständigen Erkenntnis entzieht.

Entstanden und aufgenommen wurde die Installation am Genfer See, unweit von Lord Byrons Villa Diodati. Druckkammerlautsprecher bilden einen Kreis von 25 bis 40 Metern Durchmesser. Aus ihnen erklingt jeweils eines der sieben Hörner, gespielt von Zora Slokar. Die Besucher bewegen sich durch den Klangraum und erleben die Musik aus unterschiedlichen Perspektiven – als weit ausgreifende, immersive Komposition, die Raum, Erinnerung und Gegenwart miteinander verbindet.

BESETZUNG:

Marc Sinan Komposition / Text / Künstlerische Leitung
Zora Slokar Horn
Karsten Lipp Sounddesign

Klanginstallation

12:00 - 18:00

Festwiese Munderkingen

Eintritt frei

Fatıma, eine Überlebende der Schlacht um Budin, das 1686 von christlichen Truppen zurückerobert wurde, hat Visionen: Sie sieht die Welt aus der Luft, mit den Augen unzähliger Vögel – oder unzähliger Engel. In Marc Sinans Oper Fatıma, die Starke, die 2027 uraufgeführt wird, spielen Engel eine wesentliche Rolle. Im Verlauf der Oper stellt sich die Frage, ob eine Welt mit Hölle überhaupt ein Paradies haben kann – und ob umgekehrt ein Paradies ohne Hölle denkbar ist. Engel erscheinen als Beschützer der Menschen, aber auch als Boten des Todes. Sie überbringen das Höchste und das Schrecklichste. In der Installation Countless Angels erklingen sie so, wie wir sie uns vorstellen – oder gerade nicht vorstellen können.

BESETZUNG:

Marc Sinan Komposition / Umsetzung
Ashley Maurice Sounddesign
Susanne Fröhlich Blockflöten

Klanginstallation

12:00 - 18:00

Martinskapelle Munderkingen

Eintritt frei

Im Rahmen seiner Artist Residency bei den FEST:Spielen Oberschwaben entwickelt der Komponist und Musiker Alex Nowitz mit Munderklingen eine ortsspezifische Klanginstallation für die Martinskapelle in Munderkingen.

Ausgangspunkt der Arbeit ist die besondere räumliche und akustische Situation der Kapelle. Von der Decke abgehängte Lautsprecher lassen Klänge nicht wie gewohnt von vorne oder von der Seite, sondern von oben in den Raum eintreten. So entsteht an einem eigentlich stillen Ort ein temporärer Erfahrungsraum, der gewohnte Hörperspektiven verschiebt und die körperliche und sinnliche Wahrnehmung von Klang in den Mittelpunkt rückt: Wie verändert sich das Hören, wenn Klang aus einer ungewohnten Richtung auf die Zuhörenden trifft? Und wie verändert diese Erfahrung die Wahrnehmung des architektonischen Raums?

Einen weiteren Ausgangspunkt bildet die besondere Klanglichkeit des Ortsnamens Munderkingen. Für Nowitz besitzt der Name selbst eine beinahe musikalische Qualität, die Eingang in die kompositorische Arbeit findet. Aus dem spielerischen Umgang mit Sprache, Ort und Klang entsteht zugleich der Titel der Installation: Munderklingen.

Das Projekt verbindet ortsspezifische Komposition, Klanginstallation und räumliches Hören zu einer unmittelbaren akustischen Erfahrung.

BESETZUNG:

Alex Nowitz Komposition / Umsetzung

Klanginstallation

KONZERTE UND PERFORMANCES
6. November

19:00 – 19:45

Bürgerpark Munderkingen

Eintritt frei

Eröffnung der zweiten Ausgabe der FEST:Spiele Oberschwaben durch die Aktivierung des Klanginstallationsprojekts FLOATING SOUNDS – Musik im Fluss.

Bestärkt vom Eindruck, dass es in der Region möglich ist, mit musikalischen Interventionen ein neues, relevantes Kulturprogramm zu etablieren, möchten wir mit FLOATING SOUNDS – MUSIK IM FLUSS neue künstlerische Wege mit Klanginstallationen und einem breiten Partizipationsangebot gehen. Das Projekt verbindet musikalische Qualität auf höchstem Niveau mit niedrigschwelligen Zugängen für alle Bevölkerungsschichten.

Im Mittelpunkt stehen dabei zwei Artists in Residence, die mit ihren unterschiedlichen künstlerischen Ansätzen neue Begegnungen mit Klang ermöglichen. Sabine Vogel und Alex Nowitz verbindet das Interesse, Musik aus ihren gewohnten Präsentationsformen zu lösen und sie unmittelbar mit den Menschen und den Orten der Region zu verbinden. Während Sabine Vogel gemeinsam mit den Teilnehmer:innen Klang entstehen lässt und den öffentlichen Raum als Hörraum erkundet, schafft Alex Nowitz eine immersive Installation, in der Architektur und Klang miteinander verschmelzen.

FLOATING SOUNDS versteht sich damit als Einladung, die Region neu zu hören: im gemeinsamen Musizieren, im bewussten Lauschen und in der Begegnung mit zeitgenössischer Klangkunst. Musik wird zum verbindenden Element zwischen Künstler:innen, Amateurmusiker:innen, Publikum und den besonderen Orten Oberschwabens.

BESETZUNG:

Marc Sinan Komposition

Susanne Fröhlich Blockflöte

Carolin Daub & Blockflötenklasse der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart:

Elena Chilese Blockflöte

Alida Gaymann Blockflöte

Johanna Nippa Blockflöte

Sarah Imberger Blockflöte

Sumin Yu Blockflöte

Aktivierung der Installation COUNTLESS ANGELS

20:15-21:30

Aula der Schule a. d. Donauschleife

Eine Humoristisch-analytische Lecture-Performance über die großen Säulenheiligen der deutschen Musikgeschichte: Bach, Mozart, Beethoven. Ein unterhaltsamer Abend, der lustvoll an den Sockeln der Hochkultur kratzt.

Bach, Mozart, Beethoven: Erhaben leuchten ihre Namen. Unerreichte Idole! Jahrtausendkünstler! Umkränzt von unsichtbaren Kräften und historischen Zuschreibungen, thronen sie sakrosankt über den Zeiten. Ehrfürchtig und nur mit Samthandschuhen ist sich zu nähern erlaubt. »Wirklich?«, fragt Marc Sinan. In einer ganz und gar unheiligen Lecture-Performance nimmt sich der Komponist und Schriftsteller der drei großen Säulenheiligen der deutschen Musikgeschichte an. Mit musikalischem Witz und analytischer Schärfe spürt er der Frage nach, was ihren Nimbus ausmacht. Indem er ihre Kompositionen buchstäblich auf den Kopf stellt, enthüllt er die kulturellen und strukturellen Einschreibungen, die sie tragen, und lässt sie in einen spielerischen Dialog mit der Gegenwart treten. Ein Kaleidoskop aus Zeiten und Sehnsüchten, bei dem die Musik immer das letzte Wort hat und das Statement »Nichts ist heilig« eine irisierende Zweideutigkeit bekommt. Stellt sich die Frage: Was ist uns heute eigentlich noch heilig?

BESETZUNG:

Marc Sinan KI-Cembalo, Lecture-Performance & Komposition

Konzert & Lecture Performance mit Marc Sinan & Chor der FEST:Spiele Oberschwaben

7. November

15:00 – 15:45

Atelier Monika Kneer | Munderkingen

Eintritt frei

Was wird aus einem Klang, wenn man ihn nicht festlegt? Was entsteht, wenn aus einer grafischen Linie eine musikalische Idee, aus einem Geräusch eine Komposition wird?

In diesem Werkstattkonzert begegnen sich die Klangwelten von Blockflöte und Kontrabass mit den musikalischen Ideen junger Menschen. Gemeinsam mit den Musiker:innen haben Schüler:innen der Schule an der Donauschleife Munderkingen und der Realschule Ehingen und des Johann-Valotti-Gymnasiums Ehingen experimentiert, improvisiert und komponiert. Aus grafischen Partituren, Spielanweisungen und freien Improvisationen sind eigene musikalische Miniaturen und Klangkonzepte entstanden.

Nun werden ausgewählte Arbeiten erstmals öffentlich aufgeführt. Das Atelier Monika Kneer wird zum Resonanzraum für eine Musik, die sich im Moment entwickelt: zwischen Komposition und Improvisation, zwischen Struktur und Freiheit, zwischen Vertrautem und Unerhörtem.

Das Werkstattkonzert lädt dazu ein, den Entstehungsprozess zeitgenössischer Musik unmittelbar mitzuerleben – und jungen musikalischen Stimmen Raum zu geben. Ein Konzert voller Neugier, Experimentierfreude und überraschender Klänge.

BESETZUNG:

Schüler:innen des Johann-Valotti-Gymnasiums Ehingen, der Realschule Ehingen und der Schule an der Donauschleife Munderkingen unter Leitung von Susanne Fröhlich und Meinrad Kneer

Werkstattkonzert mit Schüler:innen aus Ehingen und Munderkingen

16:00 – 16:45

Atelier Monika Kneer | Munderkingen

Soundpainting lebt von Kreativität, Spontanität und Kommunikation. Die Gesten geben Orientierung, lassen den Mitwirkenden zugleich Raum für eigene Ideen und Ausdruck. Dadurch eignet sich Soundpainting für Menschen jeden Alters und unabhängig von musikalischer Vorerfahrung.

In die entstehenden Kompositionen können auch vorbereitete „Paletten“ integriert werden – etwa Kompositionen, Choreografien oder Bewegungsabläufe. So verbindet Soundpainting Improvisation und festgelegtes Material zu einem lebendigen, immer wieder neu entstehenden Gesamtkunstwerk.

In dem Konzert werden die Ergebnisse des Residenz-Workshops mit Sabine Vogel und ihrer Kunst des Soundpaintings präsentiert.

Soundpainting ist eine multidisziplinäre Kompositions- und Zeichensprache, die der US-amerikanische Musiker Walter Thompson seit den 1970er-Jahren entwickelt. Mit einem Repertoire von inzwischen über 1.200 Gesten ermöglicht sie Komposition in Echtzeit: Der/die Soundpainter*in gibt musikalische und szenische Impulse, auf die das Ensemble unmittelbar reagiert. So entsteht ein einzigartiges Zusammenspiel aus Klang, Bewegung und Improvisation.

BESETZUNG:

Sabine Vogel & Fest:Spiel-Orchester

Konzert mit Sabine Vogel & Fest:Spiel-Orchester

17:30 - 18:45

Rathaussaal | Munderkingen

In diesem Konzert sind die beiden Künstlerresidenten Sabine Vogel und Alex Nowitz zu erleben. Als Duo Ffft! beschäftigen sie sich mit der Erweiterung des klanglichen Ausgangsmaterials von Stimme und Flöten und mit deren gegenseitiger Durchdringung.

Zum Einsatz kommen dabei gestengesteuerte Live-Elektronik, das am STEIM in Amsterdam entwickelte Instrument Strophonion sowie verschiedene Live-Sampling-Verfahren. Das gerade erzeugte Klangmaterial wird elektronisch verarbeitet und unmittelbar als Variation und Reflexion des zuvor Gehörten wieder in den musikalischen Prozess eingebunden.

So wird musikalische Improvisation zugleich zu einem besonderen Klang- und Bewegungserlebnis: Arm- und Handbewegungen steuern die elektronische Verarbeitung und werden selbst zu einem wesentlichen Bestandteil der Performance. Klang, Technologie und Bewegung verschmelzen dabei zu einem offenen, unmittelbar entstehenden Bühnengeschehen.

BESETZUNG:

Sabine Vogel Flöten / Objekte

Alex Nowitz Stimme / Strophonion (gestenkontrollierte Live-Elektronik)

Meinrad Kneer Kontrabass (Gast)

Konzert mit Sabine Vogel, Alex Nowitz & Meinrad Kneer

20:00 - 21:15

Rathaussaal | Munderkingen

Der Saxophonist und Preisträger des Deutschen Jazzpreises 2026, Peter Ehwald, ist seit Langem vom Schlagzeugspiel Bill Elgarts gefesselt. So entstand schon vor einiger Zeit der Wunsch, gemeinsam zu musizieren. 2025 wurde daraus schließlich die Duo-Aufnahme „Meanwhile“.

Elgart, der seit 50 Jahren fast heimlich den europäischen Modern Jazz prägt, während er am Schlagzeug u.a. für Kenny Wheeler, Tomasz Stanko, Richie Beirach, Marion Brown, Barre Philips sitzt, ist die perfekte Ergänzung zu Ehwalds Saxophonsound, der in der Tradition des Tenorsaxophons verwurzelt ist und doch in seinen Improvisationen ganz im Hier und Jetzt agiert.

Gemeinsam loten die beiden Musiker die Ecken und Kanten ihrer Kompositionen aus und lassen dabei stets Raum für den Moment. Ehwalds melodischer Ansatz rückt Elgarts vielschichtiges Schlagzeugspiel in den Vordergrund, während Elgart mit Rhythmus, Klang und Dynamik auf die melodischen Linien reagiert.

So entsteht Musik, in der gerade der Zwischenraum zwischen melodischem und rhythmischem Material eine besondere Bedeutung erhält. Die reduzierte Besetzung legt den Blick frei auf das Wesentliche: Zwei Musiker verschiedener Generationen begegnen sich auf Augenhöhe und lassen Rhythmus, Klang, Form und musikalischen Geist unmittelbar miteinander verschmelzen.

BESETZUNG:

Peter Ehwald Saxophon

Bill Elgart Schlagzeug

Konzert mit Peter Ehwald & Bill Elgart

8. November

15:00 – 15:45

Sankt Gerhard Kapelle | Riedlingen

Tuning-in ist eine künstlerische Praxis, die den Arbeiten von Sabine Vogel häufig vorausgeht und zugleich deren wesentlichen Bestandteil bildet. In dieser Phase der Einstimmung geht es um ein bewusstes Wahrnehmen der Umgebung und der eigenen Präsenz im Raum. Langsames Gehen, Zuhören, Riechen, Fühlen, Beobachten, Stille und Achtsamkeit eröffnen einen Zugang zu Orten, Landschaften und Atmosphären – und machen sie mit allen Sinnen erfahrbar.

„Tuning-in’ ist Teil des Prozesses für meine Arbeit, aber es ist auch eine essenzielle Aktion, um meine Arbeit zu kreieren. Es geht darum, mich mit der ‚Außenwelt’ zu verbinden, aber es geht auch darum, mich mit meinen eigenen ‚inneren Landschaften’ zu verbinden: mit dem resonierendem ‚Inneren Selbst’, einer vorausahnenden, unbewussten Intuition, meinen Emotionen und erlernten Fähigkeiten.“

Für die FEST: Spiele Oberschwaben entwickelt Sabine Vogel einen Tuning-in-Hörspaziergang, der das Publikum dazu einlädt, die Umgebung und sich selbst im gegenwärtigen Moment bewusst wahrzunehmen. Durch gezielte Hör- und Wahrnehmungsimpulse werden die Teilnehmenden angeregt, in einen eigenen kreativen Prozess einzutreten. Dabei können gefundene Materialien zu Instrumenten oder Klangkörpern werden, einfache Spielanweisungen und Bewegungen im Raum einer Hörpartitur folgen und den Ort auf neue Weise erfahrbar machen.

BESETZUNG: Sabine Vogel 

Soundwalk von und mit Sabine Vogel 

16:00 – 16:45

Ev. Christuskirche | Riedlingen

Soundpainting lebt von Kreativität, Spontaneität und Kommunikation. Die Gesten geben Orientierung, lassen den Mitwirkenden zugleich Raum für eigene Ideen und Ausdruck. Dadurch eignet sich Soundpainting für Menschen jeden Alters und unabhängig von musikalischer Vorerfahrung.

In die entstehenden Kompositionen können auch vorbereitete „Paletten“ integriert werden – etwa Kompositionen, Choreografien oder Bewegungsabläufe. So verbindet Soundpainting Improvisation und festgelegtes Material zu einem lebendigen, immer wieder neu entstehenden Gesamtkunstwerk.

In dem Konzert werden die Ergebnisse des Residenz-Workshops mit Sabine Vogel und ihrer Kunst des Soundpaintings präsentiert.

Soundpainting ist eine multidisziplinäre Kompositions- und Zeichensprache, die der US-amerikanische Musiker Walter Thompson seit den 1970er-Jahren entwickelt. Mit einem Repertoire von inzwischen über 1.200 Gesten ermöglicht sie Komposition in Echtzeit: Der/die Soundpainter*in gibt musikalische und szenische Impulse, auf die das Ensemble unmittelbar reagiert. So entsteht ein einzigartiges Zusammenspiel aus Klang, Bewegung und Improvisation.

BESETZUNG:

Sabine Vogel & Fest:Spiel-Orchester

Konzert mit Sabine Vogel & Fest:Spiel-Orchester

17:00 - 17:45

Kultur.Werk.Stadt | Riedlingen

Klänge begleiten den Menschen seit jeher. Sie prägen Rituale, spirituelle Traditionen und Kulturen auf der ganzen Welt. Über Generationen hinweg wurden sie genutzt, um Aufmerksamkeit zu bündeln, innere Ruhe zu fördern und Räume für Kontemplation zu schaffen.

Die Klangmeditation knüpft an diese lange Tradition an. Im Mittelpunkt stehen die feinen Schwingungen tibetischer Klangschalen, deren vielschichtige Obertöne eine dichte und zugleich meditative Klanglandschaft entstehen lassen. Sie laden dazu ein, den Alltag für einen Moment hinter sich zu lassen und sich ganz auf das Hören einzulassen.

Als Einstimmung auf das Festivalfinale mit Dasom Baek und Bo-Sung Kim bietet diese 45-minütige Schnuppersession die Gelegenheit, Klang in seiner unmittelbaren Wirkung zu erleben – als Raum der Konzentration, der Entschleunigung und der stillen Wahrnehmung.

Susanne Fröhlich führt mit ihren tibetischen Klangschalen durch diese besondere Hörerfahrung und lädt dazu ein, Klang ganz bewusst zu erfahren.

BEGRENZTE PLÄTZE – Informationen zur Teilnahme hier

BESETZUNG:

Susanne Fröhlich

Klangmeditation mit Susanne Fröhlich

19:00 - 20:15

Sankt Gerhard Kapelle | Riedlingen

Die beiden Musikerinnen verbinden in ihrem Konzert koreanische traditionelle Musik mit zeitgenössischen Klangwelten und freier Improvisation. Im Zusammenspiel von Daegeum, der traditionellen koreanischen Bambusflöte, und koreanischem Schlagwerk entsteht ein spannender Dialog zwischen überlieferten musikalischen Praktiken und modernen Formen von Klang und Performance.

Dabei treffen traditionelle Melodien, Rhythmen und Spielweisen auf die Offenheit der Improvisation. Vertrautes wird neu interpretiert, Grenzen zwischen Tradition und Gegenwart werden ausgelotet und immer wieder entstehen überraschende Klangmomente.

Das Konzert lädt dazu ein, die faszinierende Vielfalt koreanischer Musik zu entdecken und zugleich zu erleben, wie lebendig und wandelbar Tradition sein kann.

BESETZUNG:

Dasom Baek Daegum

Bo-Sung Kim Percussion

Konzert mit Dasom Baek & Bo-Sung Kim

Installationen 3. - 8. November

Eröffnung der zweiten Ausgabe der FEST:Spiele Oberschwaben durch die Aktivierung des Klanginstallationsprojekts FLOATING SOUNDS – Musik im Fluss.

Bestärkt vom Eindruck, dass es in der Region möglich ist, mit musikalischen Interventionen ein neues, relevantes Kulturprogramm zu etablieren, möchten wir mit FLOATING SOUNDS – MUSIK IM FLUSS neue künstlerische Wege mit Klanginstallationen und einem breiten Partizipationsangebot gehen. Das Projekt verbindet musikalische Qualität auf höchstem Niveau mit niedrigschwelligen Zugängen für alle Bevölkerungsschichten.

Im Mittelpunkt stehen dabei zwei Artists in Residence, die mit ihren unterschiedlichen künstlerischen Ansätzen neue Begegnungen mit Klang ermöglichen. Sabine Vogel und Alex Nowitz verbindet das Interesse, Musik aus ihren gewohnten Präsentationsformen zu lösen und sie unmittelbar mit den Menschen und den Orten der Region zu verbinden. Während Sabine Vogel gemeinsam mit den Teilnehmer:innen Klang entstehen lässt und den öffentlichen Raum als Hörraum erkundet, schafft Alex Nowitz eine immersive Installation, in der Architektur und Klang miteinander verschmelzen.

FLOATING SOUNDS versteht sich damit als Einladung, die Region neu zu hören: im gemeinsamen Musizieren, im bewussten Lauschen und in der Begegnung mit zeitgenössischer Klangkunst. Musik wird zum verbindenden Element zwischen Künstler, Amateurmusiker, Publikum und den besonderen Orten Oberschwabens.

BESETZUNG:

Susanne Fröhlich, Meinrad Kneer, Alex Nowitz, Marc Sinan, Sabine Vogel

Live Performance & Klanginstallationen

3.11. 19:00

Bürgerpark, Munderkingen

Eintritt frei

Mit Seven Spirits komponiert Marc Sinan Musik für sieben Hörner. Darin begegnen uns die sieben Geister aus Lord Byrons Manfred in einer zeitgenössischen Lesart. Byrons Figur Manfred verzweifelt – ähnlich wie Goethes Faust – an der Unfähigkeit, die Welt in ihrer ganzen Komplexität zu begreifen. In seiner Sehnsucht nach einer naiven Unschuld ruft er sieben Geister an, die ihn von der Last des Wissens befreien sollen.

Marc Sinan liest Byrons Text neu und verschränkt ihn mit der fiktionalisierten Biografie seiner eigenen Familie. So wird Seven Spirits zu einer musikalischen Reflexion über Erinnerung, Wissen und den Wunsch zu vergessen – und über die Frage, wie wir mit einer Welt umgehen, die sich unserer vollständigen Erkenntnis entzieht.

Entstanden und aufgenommen wurde die Installation am Genfer See, unweit von Lord Byrons Villa Diodati. Druckkammerlautsprecher bilden einen Kreis von 25 bis 40 Metern Durchmesser. Aus ihnen erklingt jeweils eines der sieben Hörner, gespielt von Zora Slokar. Die Besucher bewegen sich durch den Klangraum und erleben die Musik aus unterschiedlichen Perspektiven – als weit ausgreifende, immersive Komposition, die Raum, Erinnerung und Gegenwart miteinander verbindet.

BESETZUNG:

Marc Sinan Komposition / Text / Künstlerische Leitung
Zora Slokar Horn
Karsten Lipp Sounddesign

Klanginstallation

12:00 - 18:00
zur vollen Stunde

Bürgerpark Munderkingen

Eintritt frei

Fatıma, eine Überlebende der Schlacht um Budin, das 1686 von christlichen Truppen zurückerobert wurde, hat Visionen: Sie sieht die Welt aus der Luft, mit den Augen unzähliger Vögel – oder unzähliger Engel. In Marc Sinans Oper Fatıma, die Starke, die 2027 uraufgeführt wird, spielen Engel eine wesentliche Rolle. Im Verlauf der Oper stellt sich die Frage, ob eine Welt mit Hölle überhaupt ein Paradies haben kann – und ob umgekehrt ein Paradies ohne Hölle denkbar ist. Engel erscheinen als Beschützer der Menschen, aber auch als Boten des Todes. Sie überbringen das Höchste und das Schrecklichste. In der Installation Countless Angels erklingen sie so, wie wir sie uns vorstellen – oder gerade nicht vorstellen können.

BESETZUNG:

Marc Sinan Komposition / Umsetzung
Ashley Maurice Sounddesign
Susanne Fröhlich Blockflöten

Klanginstallation

12:00 - 18:00
ZUr vollen Stunde

Festwiese Munderkingen

Eintritt frei

Im Rahmen seiner Artist Residency bei den FEST:Spielen Oberschwaben entwickelt der Komponist und Musiker Alex Nowitz mit Munderklingen eine ortsspezifische Klanginstallation für die Martinskapelle in Munderkingen.

Ausgangspunkt der Arbeit ist die besondere räumliche und akustische Situation der Kapelle. Von der Decke abgehängte Lautsprecher lassen Klänge nicht wie gewohnt von vorne oder von der Seite, sondern von oben in den Raum eintreten. So entsteht an einem eigentlich stillen Ort ein temporärer Erfahrungsraum, der gewohnte Hörperspektiven verschiebt und die körperliche und sinnliche Wahrnehmung von Klang in den Mittelpunkt rückt: Wie verändert sich das Hören, wenn Klang aus einer ungewohnten Richtung auf die Zuhörenden trifft? Und wie verändert diese Erfahrung die Wahrnehmung des architektonischen Raums?

Einen weiteren Ausgangspunkt bildet die besondere Klanglichkeit des Ortsnamens Munderkingen. Für Nowitz besitzt der Name selbst eine beinahe musikalische Qualität, die Eingang in die kompositorische Arbeit findet. Aus dem spielerischen Umgang mit Sprache, Ort und Klang entsteht zugleich der Titel der Installation: Munderklingen.

Das Projekt verbindet ortsspezifische Komposition, Klanginstallation und räumliches Hören zu einer unmittelbaren akustischen Erfahrung.

BESETZUNG:

Alex Nowitz Komposition / Umsetzung

Klanginstallation

12:00 - 18:00

Martinskapelle Munderkingen

Eintritt frei

Konzerte und
Performances
6. November

Eröffnung der zweiten Ausgabe der FEST:Spiele Oberschwaben durch die Aktivierung des Klanginstallationsprojekts FLOATING SOUNDS – Musik im Fluss.

Bestärkt vom Eindruck, dass es in der Region möglich ist, mit musikalischen Interventionen ein neues, relevantes Kulturprogramm zu etablieren, möchten wir mit FLOATING SOUNDS – MUSIK IM FLUSS neue künstlerische Wege mit Klanginstallationen und einem breiten Partizipationsangebot gehen. Das Projekt verbindet musikalische Qualität auf höchstem Niveau mit niedrigschwelligen Zugängen für alle Bevölkerungsschichten.

Im Mittelpunkt stehen dabei zwei Artists in Residence, die mit ihren unterschiedlichen künstlerischen Ansätzen neue Begegnungen mit Klang ermöglichen. Sabine Vogel und Alex Nowitz verbindet das Interesse, Musik aus ihren gewohnten Präsentationsformen zu lösen und sie unmittelbar mit den Menschen und den Orten der Region zu verbinden. Während Sabine Vogel gemeinsam mit den Teilnehmer:innen Klang entstehen lässt und den öffentlichen Raum als Hörraum erkundet, schafft Alex Nowitz eine immersive Installation, in der Architektur und Klang miteinander verschmelzen.

FLOATING SOUNDS versteht sich damit als Einladung, die Region neu zu hören: im gemeinsamen Musizieren, im bewussten Lauschen und in der Begegnung mit zeitgenössischer Klangkunst. Musik wird zum verbindenden Element zwischen Künstler:innen, Amateurmusiker:innen, Publikum und den besonderen Orten Oberschwabens.

BESETZUNG:

Marc Sinan Komposition

Susanne Fröhlich Blockflöte

Carolin Daub & Blockflötenklasse der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart:

Elena Chilese Blockflöte
Alida Gaymann Blockflöte
Johanna Nippa Blockflöte
Sarah Imberger Blockflöte
Sumin Yu Blockflöte

Aktivierung der INSTALLATION Countless Angels
mit Elena Chilese, Carolin Daub, Susanne Fröhlich, Alida Gaymann, Johanna Nippa, Sarah Imberger, Marc Sinan & Sumin Yu

19:00 - 19:45

Bürgerpark Munderkingen

Eintritt frei

Eine Humoristisch-analytische Lecture-Performance über die großen Säulenheiligen der deutschen Musikgeschichte: Bach, Mozart, Beethoven. Ein unterhaltsamer Abend, der lustvoll an den Sockeln der Hochkultur kratzt.

Bach, Mozart, Beethoven: Erhaben leuchten ihre Namen. Unerreichte Idole! Jahrtausendkünstler! Umkränzt von unsichtbaren Kräften und historischen Zuschreibungen, thronen sie sakrosankt über den Zeiten. Ehrfürchtig und nur mit Samthandschuhen ist sich zu nähern erlaubt. »Wirklich?«, fragt Marc Sinan. In einer ganz und gar unheiligen Lecture-Performance nimmt sich der Komponist und Schriftsteller der drei großen Säulenheiligen der deutschen Musikgeschichte an. Mit musikalischem Witz und analytischer Schärfe spürt er der Frage nach, was ihren Nimbus ausmacht. Indem er ihre Kompositionen buchstäblich auf den Kopf stellt, enthüllt er die kulturellen und strukturellen Einschreibungen, die sie tragen, und lässt sie in einen spielerischen Dialog mit der Gegenwart treten. Ein Kaleidoskop aus Zeiten und Sehnsüchten, bei dem die Musik immer das letzte Wort hat und das Statement »Nichts ist heilig« eine irisierende Zweideutigkeit bekommt. Stellt sich die Frage: Was ist uns heute eigentlich noch heilig?

BESETZUNG:

Marc Sinan KI-Cembalo, Lecture-Performance & Komposition

unter Leitung von Susanne Fröhlich und Meinrad Kneer

Konzert & Lecture Performance mit Marc Sinan & Chor der FEST:Spiele Oberschwaben

20:15-21:30

Aula der Schule an der Donauschleife

7. November

Was wird aus einem Klang, wenn man ihn nicht festlegt? Was entsteht, wenn aus einer grafischen Linie eine musikalische Idee, aus einem Geräusch eine Komposition wird?

In diesem Werkstattkonzert begegnen sich die Klangwelten von Blockflöte und Kontrabass mit den musikalischen Ideen junger Menschen. Gemeinsam mit den Musiker:innen haben Schüler:innen der Schule an der Donauschleife Munderkingen und der Realschule Ehingen und des Johann-Valotti-Gymnasiums Ehingen experimentiert, improvisiert und komponiert. Aus grafischen Partituren, Spielanweisungen und freien Improvisationen sind eigene musikalische Miniaturen und Klangkonzepte entstanden.

Nun werden ausgewählte Arbeiten erstmals öffentlich aufgeführt. Das Atelier Monika Kneer wird zum Resonanzraum für eine Musik, die sich im Moment entwickelt: zwischen Komposition und Improvisation, zwischen Struktur und Freiheit, zwischen Vertrautem und Unerhörtem.

Das Werkstattkonzert lädt dazu ein, den Entstehungsprozess zeitgenössischer Musik unmittelbar mitzuerleben – und jungen musikalischen Stimmen Raum zu geben. Ein Konzert voller Neugier, Experimentierfreude und überraschender Klänge.

BESETZUNG:

Schüler:innen des Johann-Valotti-Gymnasiums Ehingen, der Realschule Ehingen und der Schule an der Donauschleife Munderkingen

Susanne Fröhlich

Meinrad Kneer

WERKSTATTKONZERT mit Schüler:innen des Johann-Valotti-Gymnasiums Ehingen, der Realschule Ehingen und der Schule an der Donauschleife Munderkingen unter Leitung von Susanne Fröhlich, Meinrad Kneer

15:00 - 15:40

Atelier Monika Kneer, Munderkingen

Eintritt frei

Soundpainting lebt von Kreativität, Spontanität und Kommunikation. Die Gesten geben Orientierung, lassen den Mitwirkenden zugleich Raum für eigene Ideen und Ausdruck. Dadurch eignet sich Soundpainting für Menschen jeden Alters und unabhängig von musikalischer Vorerfahrung.

In die entstehenden Kompositionen können auch vorbereitete „Paletten“ integriert werden – etwa Kompositionen, Choreografien oder Bewegungsabläufe. So verbindet Soundpainting Improvisation und festgelegtes Material zu einem lebendigen, immer wieder neu entstehenden Gesamtkunstwerk.

In dem Konzert werden die Ergebnisse des Residenz-Workshops mit Sabine Vogel und ihrer Kunst des Soundpaintings präsentiert.

Soundpainting ist eine multidisziplinäre Kompositions- und Zeichensprache, die der US-amerikanische Musiker Walter Thompson seit den 1970er-Jahren entwickelt. Mit einem Repertoire von inzwischen über 1.200 Gesten ermöglicht sie Komposition in Echtzeit: Der/die Soundpainter*in gibt musikalische und szenische Impulse, auf die das Ensemble unmittelbar reagiert. So entsteht ein einzigartiges Zusammenspiel aus Klang, Bewegung und Improvisation.

BESETZUNG:

Sabine Vogel & Fest:Spiel-Orchester

KONZERT mit Sabine Vogel & FEST:Spiel-Orchester

16:00 - 16:45

Atelier Monika Kneer, Munderkingen

In diesem Konzert sind die beiden Künstlerresidenten Sabine Vogel und Alex Nowitz zu erleben. Als Duo Ffft! beschäftigen sie sich mit der Erweiterung des klanglichen Ausgangsmaterials von Stimme und Flöten und mit deren gegenseitiger Durchdringung.

Zum Einsatz kommen dabei gestengesteuerte Live-Elektronik, das am STEIM in Amsterdam entwickelte Instrument Strophonion sowie verschiedene Live-Sampling-Verfahren. Das gerade erzeugte Klangmaterial wird elektronisch verarbeitet und unmittelbar als Variation und Reflexion des zuvor Gehörten wieder in den musikalischen Prozess eingebunden.

So wird musikalische Improvisation zugleich zu einem besonderen Klang- und Bewegungserlebnis: Arm- und Handbewegungen steuern die elektronische Verarbeitung und werden selbst zu einem wesentlichen Bestandteil der Performance. Klang, Technologie und Bewegung verschmelzen dabei zu einem offenen, unmittelbar entstehenden Bühnengeschehen.

BESETZUNG:

Sabine Vogel Flöten / Objekte

Alex Nowitz Stimme / Strophonion (gestenkontrollierte Live-Elektronik)

Meinrad Kneer Kontrabass (Gast)

KONZERT mit Sabine Vogel, Alex Nowith & Meinrad Kneer

17:30 - 18:45

Rathaussaal, Munderkingen

Der Saxophonist und Preisträger des Deutschen Jazzpreises 2026, Peter Ehwald, ist seit Langem vom Schlagzeugspiel Bill Elgarts gefesselt. So entstand schon vor einiger Zeit der Wunsch, gemeinsam zu musizieren. 2025 wurde daraus schließlich die Duo-Aufnahme „Meanwhile“.

Elgart, der seit 50 Jahren fast heimlich den europäischen Modern Jazz prägt, während er am Schlagzeug u.a. für Kenny Wheeler, Tomasz Stanko, Richie Beirach, Marion Brown, Barre Philips sitzt, ist die perfekte Ergänzung zu Ehwalds Saxophonsound, der in der Tradition des Tenorsaxophons verwurzelt ist und doch in seinen Improvisationen ganz im Hier und Jetzt agiert.

Gemeinsam loten die beiden Musiker die Ecken und Kanten ihrer Kompositionen aus und lassen dabei stets Raum für den Moment. Ehwalds melodischer Ansatz rückt Elgarts vielschichtiges Schlagzeugspiel in den Vordergrund, während Elgart mit Rhythmus, Klang und Dynamik auf die melodischen Linien reagiert.

So entsteht Musik, in der gerade der Zwischenraum zwischen melodischem und rhythmischem Material eine besondere Bedeutung erhält. Die reduzierte Besetzung legt den Blick frei auf das Wesentliche: Zwei Musiker verschiedener Generationen begegnen sich auf Augenhöhe und lassen Rhythmus, Klang, Form und musikalischen Geist unmittelbar miteinander verschmelzen.

BESETZUNG:

Peter Ehwald Saxophon

Bill Elgart Schlagzeug

KONZERT mit Peter Ehwald & Bill Elgart

20:00 - 21:15

Rathaussaal, Munderkingen

8. November

Tuning-in ist eine künstlerische Praxis, die den Arbeiten von Sabine Vogel häufig vorausgeht und zugleich deren wesentlichen Bestandteil bildet. In dieser Phase der Einstimmung geht es um ein bewusstes Wahrnehmen der Umgebung und der eigenen Präsenz im Raum. Langsames Gehen, Zuhören, Riechen, Fühlen, Beobachten, Stille und Achtsamkeit eröffnen einen Zugang zu Orten, Landschaften und Atmosphären – und machen sie mit allen Sinnen erfahrbar.

„Tuning-in’ ist Teil des Prozesses für meine Arbeit, aber es ist auch eine essenzielle Aktion, um meine Arbeit zu kreieren. Es geht darum, mich mit der ‚Außenwelt’ zu verbinden, aber es geht auch darum, mich mit meinen eigenen ‚inneren Landschaften’ zu verbinden: mit dem resonierendem ‚Inneren Selbst’, einer vorausahnenden, unbewussten Intuition, meinen Emotionen und erlernten Fähigkeiten.“

Für die FEST: Spiele Oberschwaben entwickelt Sabine Vogel einen Tuning-in-Hörspaziergang, der das Publikum dazu einlädt, die Umgebung und sich selbst im gegenwärtigen Moment bewusst wahrzunehmen. Durch gezielte Hör- und Wahrnehmungsimpulse werden die Teilnehmenden angeregt, in einen eigenen kreativen Prozess einzutreten. Dabei können gefundene Materialien zu Instrumenten oder Klangkörpern werden, einfache Spielanweisungen und Bewegungen im Raum einer Hörpartitur folgen und den Ort auf neue Weise erfahrbar machen.

BESETZUNG: Sabine Vogel 

SOUNDWALK von und mit Sabine Vogel

15:00 - 15:40

START: Sankt Gerhardkapelle, Riedlingen

Soundpainting lebt von Kreativität, Spontanität und Kommunikation. Die Gesten geben Orientierung, lassen den Mitwirkenden zugleich Raum für eigene Ideen und Ausdruck. Dadurch eignet sich Soundpainting für Menschen jeden Alters und unabhängig von musikalischer Vorerfahrung.

In die entstehenden Kompositionen können auch vorbereitete „Paletten“ integriert werden – etwa Kompositionen, Choreografien oder Bewegungsabläufe. So verbindet Soundpainting Improvisation und festgelegtes Material zu einem lebendigen, immer wieder neu entstehenden Gesamtkunstwerk.

In dem Konzert werden die Ergebnisse des Residenz-Workshops mit Sabine Vogel und ihrer Kunst des Soundpaintings präsentiert.

Soundpainting ist eine multidisziplinäre Kompositions- und Zeichensprache, die der US-amerikanische Musiker Walter Thompson seit den 1970er-Jahren entwickelt. Mit einem Repertoire von inzwischen über 1.200 Gesten ermöglicht sie Komposition in Echtzeit: Der/die Soundpainter*in gibt musikalische und szenische Impulse, auf die das Ensemble unmittelbar reagiert. So entsteht ein einzigartiges Zusammenspiel aus Klang, Bewegung und Improvisation.

BESETZUNG:

Sabine Vogel & Fest:Spiel-Orchester

KONZERT mit Sabine Vogel & FEST:Spiel-Orchester

16:00 - 16:45

Evangelische Christuskirche, Riedlingen

Klänge begleiten den Menschen seit jeher. Sie prägen Rituale, spirituelle Traditionen und Kulturen auf der ganzen Welt. Über Generationen hinweg wurden sie genutzt, um Aufmerksamkeit zu bündeln, innere Ruhe zu fördern und Räume für Kontemplation zu schaffen.

Die Klangmeditation knüpft an diese lange Tradition an. Im Mittelpunkt stehen die feinen Schwingungen tibetischer Klangschalen, deren vielschichtige Obertöne eine dichte und zugleich meditative Klanglandschaft entstehen lassen. Sie laden dazu ein, den Alltag für einen Moment hinter sich zu lassen und sich ganz auf das Hören einzulassen.

Als Einstimmung auf das Festivalfinale mit Dasom Baek und Bo-Sung Kim bietet diese 45-minütige Schnuppersession die Gelegenheit, Klang in seiner unmittelbaren Wirkung zu erleben – als Raum der Konzentration, der Entschleunigung und der stillen Wahrnehmung.

Susanne Fröhlich führt mit ihren tibetischen Klangschalen durch diese besondere Hörerfahrung und lädt dazu ein, Klang ganz bewusst zu erfahren.

BEGRENZTE PLÄTZE – Informationen zur Teilnahme hier

BESETZUNG:

Susanne Fröhlich

KLANGMEDITATION mit Susanne Fröhlich

17:00 - 17:45

Kultur.Werk.Stadt, Riedlingen

Die beiden Musikerinnen verbinden in ihrem Konzert koreanische traditionelle Musik mit zeitgenössischen Klangwelten und freier Improvisation. Im Zusammenspiel von Daegeum, der traditionellen koreanischen Bambusflöte, und koreanischem Schlagwerk entsteht ein spannender Dialog zwischen überlieferten musikalischen Praktiken und modernen Formen von Klang und Performance.

Dabei treffen traditionelle Melodien, Rhythmen und Spielweisen auf die Offenheit der Improvisation. Vertrautes wird neu interpretiert, Grenzen zwischen Tradition und Gegenwart werden ausgelotet und immer wieder entstehen überraschende Klangmomente.

Das Konzert lädt dazu ein, die faszinierende Vielfalt koreanischer Musik zu entdecken und zugleich zu erleben, wie lebendig und wandelbar Tradition sein kann.

BESETZUNG:

Dasom Baek Daegum

Bo-Sung Kim Percussion

KONZERT mit Dasom Baek & Bo-Sung Kim

19:00 - 20:15

Sankt Gerhard Kapelle, Riedlingen

künstler:innen

SPIELORTE
Munderkingen

Bürgerpark

Festwiese

Rathaussaal

Martinskapelle

Atelier Monika Kneer

SChule an der Donauschleife

Riedlingen

Sankt Gerhard Kapelle

Evangelische Christuskirche

Klang.Werk.Stadt

Trailer

Rückblick Festival 2025

RUNNING CIRCLES

Die partizipative Soundinstallation RUNNING CIRCLES wurde von Sound Designer Andi Teichman entwickelt. Aus Tonaufnahmen der am Festival beteiligten Künstler:innen sowie Klangkollagen von Schüler:innen aus Munderkingen und Ehingen entstand in der Martinskapelle ein immersiver Klangraum, der die Stille des Ortes mit mal feinen, mal explosiven musikalischen Miniaturen konfrontiert. RUNNING CIRCLES reflektiert eine immer schneller werdende und immer unkontrollierbarer erscheinende Welt und hinterfragt zugleich das Individuum als zentralen Bezugspunkt unserer gesellschaftlichen Entwicklungen in einer sehr körperlichen Klangerfahrung. Ausschnitte gibt es hier zu hören:

PRESSESTIMMEN

Gelungenes Klang-Experiment! Eine Musik, die so in Munderkingen live noch nicht zu erleben war, boten die ersten Festspiele Oberschwaben. Sie waren durchweg gut besucht und vom Publikum bejubelt. — Christina Kirsch, Ehinger Tagblatt, 10.11.2025

Genreübergreifende Klänge beherrschten den Abend im Rathaussaal, der von fünf Künstlerinnen und Künstlern bespielt wurde, die sich durchweg als absolute Meister ihres jeweiligen Genres erwiesen. Damit hat das Festival die Augen für ein gutes Miteinander geöffnet. — Friedrich Hog, Schwäbische, 11.11.2025

SPENDER & UNTERSTÜTZER

Spender:

AVS Aggregatebau GmbH, Ehingen-Stetten; TRIES Hydraulik-Elemente, Ehingen; Stöhr Logistik, Rottenacker; Rotary Club Ehingen-Alb-Donau; OEW – Zweckverband Oberschwäbische Elektrizitätswerke

UNTERSTÜTZER:

Gemeinde Munderkingen, VHS Munderkingen, Adler Brasserie, kath. Kirchengemeinde St. Dionysius, Monika Kneer, Weinhaus Edel.